| Poseidon ohne Chance gegen Ludwigsburg |
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| Kai Hornuf - Montag, 07. Dezember 2009 | |||
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Es gibt nichts zu beschönigen, denn das bessere Team hat verdient gewonnen. Das ungleiche Duell gegen Ludwigsburg war zur Halbzeit entschieden und dass am Ende „nur“ eine 5:18-Niederlage zu Protokoll stand, war einer Leistungssteigerung von Poseidon im zweiten Abschnitt zuzuschreiben. Worms als Neuling in der Liga wusste zwar im Vorfeld, dass die Punkte gegen die Schwaben wahrscheinlich schwer zu erreichen waren, doch zu viel Respekt am Anfang war ausschlaggebend für den hohen Abstand. Die Mannschaft aus dem Stuttgarter Speckgürtel konnte zu Saisonbeginn einige ambitionierte Juniorenspieler des Bundesligisten SSV Esslingen mit Zweitstartrecht nach Ludwigsburg lotsen und sich so entsprechend verstärken. Sehr wahrscheinlich werden sie am Ende der Runde einen Platz unter den ersten drei Mannschaften einnehmen können. Worms überstand die ersten Minuten schadlos und hatte sogar mit einem Lattenkracher durch Jan Hornuf die erste Chance. Nach einer Hinausstellung gegen Poseidon fiel jedoch der erste Gegentreffer und nach Ablauf des ersten Viertels stand es schon 0:3. Danach sahen die zahlreichen Zuschauer das schlechteste Viertel der Saison: die Angriffe wurden überhastet nach vorne getragen und die Pässe aus der Abwehr fanden mehrmals nicht ihr Ziel, Ludwigsburg schaltete schneller um und konterte die Gastgeber gnadenlos aus. Bis Coach Lane seine Mannschaft in der Pause neu einstellen konnte, war Poseidon schon 1:10 unter die Räder gekommen. Es spricht für die Moral der Nibelungenstädter und die Heftigkeit der Pausenansprache, dass das Debakel nicht noch größer wurde, denn in der zweiten Hälfte hielt Worms dagegen. Zwar gelang Jan Hornuf mit seinem Tor im dritten Viertel nur der zweite Treffer, aber die Umstellung der Spielweise brachte weniger Konter gegen Poseidon. Worms ging nun engagierter zu Werke und legte den Respekt vor Ludwigsburg ab. Natürlich schalteten diese auch einen Gang zurück und so kamen die Hausherren bis eine Minute vor Schluss zum 5:15 heran. Über die letzte Minute sollte man jedoch aus Wormser Sicht den Mantel des Schweigens stülpen, denn wie man in 53 Sekunden drei Gegentore kassiert, konnte man sich auf dem Video mehrmals mit Grauen anschauen. Unterm Strich fehlen Poseidon wiederum die Punkte, doch bleibt auch die Erkenntnis, dass zu mindestens phasenweise auf Augenhöhe mit den Besten der Liga mitgehalten werden kann. Diese Phasen entsprechend zu verlängern, muss das Trainingsziel des Neulings bleiben. Poseidon spielte mit Martin Probst im Tor, Andreas Bleicher, Stefan Guckert, Timo Jordan (1), Kai Eberts, Kai Hornuf, Andreas Ziemba(1), Jan Hornuf (3), Martin Klenk, Michael Otto, Florian Hügel, Matthias Pfeiffer, Marcus Eberts, Max Hess, Michael Sommer, Max Jung Zuschauer: 50
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